Onkologische Pflege

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Carolyn Rabin, Norah Simpson, Kathleen Morrow, Bernardine Pinto

Intervention Format and Delivery Preferences among Young Adult Cancer Survivors

Hintergrund: Junge erwachsene Krebsüberlebende, Survivors, haben ein erhöhtes Risiko für medizinische und psychosoziale Beeinträchtigungen, dazu zählt auch ein erhöhtes Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen und für emotionale Erschöpfung. Obwohl Verhaltensstrategien, wie zum Beispiel sportliche Übungen, einige dieser Risiken vermindern können, sind bisher nur wenige Interventionen spezielle für diese Gruppe entwickelt worden. 

Ziel: Als ersten Schritt hin zu spezifischen Interventionen für junge Survivors wurde eine qualitative Studie zur Erforschung ihrer interventionsbezogenen Vorlieben durchgeführt. Ein Hauptmotiv war, das bevorzugte Format der Interventionsangebote herausfinden (z.B. persönliche Gespräche oder Onlineangebote).

Methode: Mit 20 jungen erwachsenen Krebsüberlebenden im Alter zwischen 18 und 39 Jahren wurden semistrukturierte, individuelle Tiefeninterviews durchgeführt. Die Studie wurde in Rhode Island USA durchgeführt. 

Ergebnisse: Die Teilnehmer zeigten Vor-und Nachteile von verschiedenen Interventiosangeboten auf, dazu gehören telefonische, schriftliche und computerbasierte Interventionen sowie verschiedene Interventionen mit persönlichem Kontakt. Der wichtigste Punkt dabei war, dass Interventionen für junge erwachsene Survivors die vielfältigen konkurrierenden Bedürfnisse und Pflichten berücksichtigen müssen (z.B. Beruf, Familie). Eng damit hing zusammen, dass (1) die Angebote gut passend und zweckmäßig sein müssen und (2) ein Bedarf an Angeboten zu sozialer Unterstützung besteht. Angebote, die diese Aspekte berücksichtigen, haben die meiste Aussicht auf Erfolg.

Fazit: Die Daten weisen darauf hin, dass junge erwachsene Survivors einige spezielle Bedarfe haben (z.B. vielfältige miteinander konkurrierende Anforderungen junger Erwachsener) und Vorlieben (z.B. vertraut mit Angeboten, die über Print, Mail oder neue Medien laufe). Das unterscheidet sie von älteren Krebsüberlebenden. Somit ist jungen erwachsenen Survivors mit speziell für sie entwickelten Interventionen am besten gedient. 

in Heft 4/2015, Seite(n) 30-34





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